Urban Dead – willkommen in der Stadt Malton!

Urbandead LogoUrban Dead ist ein kostenloses, englischsprachiges Browserspiel – genauergesagt, „A Massively Multi-Player Web-Based Zombie Apocalypse.“ Es spielt in der fiktiven Stadt Malton. Alle Überlebenden und alle Zombies werden von Spielern gesteuert, es gibt keine computergesteuerten Figuren (NPCs) in diesem Spiel. Die Stadt läuft seit 2005 und das Leben und die Gesellschaftsordnung dort haben mittlerweile ein komplexes Eigenleben entwickelt.

Man entscheidet sich zu Beginn für eine Klasse (es gibt zivile Klassen wie Feuerwehrmann, Polizist, Konsument (=der 08/15-Bürger), militärische Klassen wie Soldat, Medic, Scout und wissenschaftliche Klassen wie Arzt, NecroTech-Wissenschaftler etc.) oder man beginnt direkt als Zombie. Stirbt man als menschlicher Spieler, so kann man sich anschließend als Zombie erheben. Zombies können mit Hilfe von Necro-Tech-Ausrüstung wiederbelebt und wieder zu Überlebenden werden (all dieses ist allerdings nicht so einfach, wie es jetzt klingt). Niemand ist aus dem Spiel, wenn er stirbt!

Banner der Gruppe "Umbrella Corporation" - der ambitionierte Zombiefan findet in Malton viele Anspielungen quer durch das Genre

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Man startet mit Level 1 und einer Fähigkeit (Skill), die sich auf die Klasse bezieht, die man gewählt hat. Im Anschluß sammelt man Erfahrungspunkte (XP) und kann sich mit diesen im Laufe der Zeit weitere Skills kaufen. Das höchste zu erreichende Level ist 42.

Doch keine Sorge – Urban Dead ähnelt in keinster Weise den bekannten Browserspielen wie Travian, die Stämme, Star Trek Galaxy Conquest und was es sonst noch in den Weiten der Galaxis gibt. Denn im Gegensatz zu seinen Verwandten ist es kein klassischer Zeitfresser!Während Spiele wie Travian einen extrem hohen (negativen) Suchtfaktor haben und den Spieler quasi zwingen, so oft wie möglich in seinen Account zu schauen und man einen Vorteil daraus zieht, möglichst oft online zu sein und wie manisch auf seinen Dörfern herumzuklicken, beschreitet Urban Dead einen ganz anderen Weg:

Aktionslimit = Zeitlimit

Jeder Spieler ist auf ein Maximum von 50 Aktionen pro Tag limitiert. Alles kostet einen Aktionspunkt (AP). Einen Häuserblock laufen. Ein Haus betreten. Ein Haus verlassen. Zu den Anwesenden im Haus sprechen. Nach einem Gegenstand suchen. Eine Barrikade verstärken. Einen Generator anschließen. Einen Generator mit Treibstoff befüllen. Den Sender für Radioempfang ändern. Eine SMS auf einem Mobiltelefon schreiben. Jemanden mit einem Erste-Hilfe-Paket heilen. Eine DNA-Probe von einem Zombie entnehmen. Einen Schuß abfeuern. Eine Waffe nachladen.

Die Gefahrenlage in Malton für alle Stadtteile ist immer aktuell im UD Wiki zu finden

Die Gefahrenlage in Malton für alle Stadtteile ist immer aktuell im UD Wiki zu finden

Kurz und gut – nach ca. 10 Minuten Spielzeit hat man das Limit eines ganzen Tages erschöpft. Da sich AP nur mit einer Rate von 1 pro 30 Minuten erneuern, genügt es, einmal täglich in seinen Account zu schauen.Tut man das nicht, bleiben die AP einfach bei 50 AP stehen und steigen auch nicht höher. Schaut man längere Zeit nicht in seinen Account, weil man zum Beispiel im Urlaub ist, geht der eigene Charakter einfach „into hiding“ und ist auch für andere Spieler nicht mehr sichtbar oder angreifbar. Loggt man sich nach längerer Zeit wieder ein, kann man einfach weiterspielen, gelöscht wird niemand.

Zudem gibt es ein IP-Hit-Maximum von 160 Klicks pro Tag, das heißt, auch manisches „Refreshen“ des Bildschirms geht nicht, denn nach 120 Klicks ist auch hier der Spaß vorbei. Wenn man also ohne AP in einem Safe House steht und alle paar Minuten auf „Reload“ drückt, um zu sehen, ob einen jemand verfolgt hat oder was in dem Haus vor sich geht, bekommt man irgendwann den Hinweis, daß man sein IP-Limit für heute verbraucht hat. Auch das verhindert zwanghaftes ständiges Klicken.

Da es allen anderen Spielern genauso geht, gibt es hier keine Vorteile für sogenannte 24/7-Spieler, die die Zeit oder Sucht haben, rund um die Uhr online zu sein. Und das ist es, was Urban Dead sehr sympathisch und sehr praxistauglich auch für die arbeitende Bevölkerung macht – und die Online-Suchtgefahr minimiert, die z.B. bei Travian enorm ist.

Browsergame? Wie geht das und wie spiele ich das?

Alles, was man zum Spielen von Urban Dead braucht, ist ein Internetbrowser – idealerweise Firefox, da das Spiel dafür optimiert wurde und es viele sehr hilfreiche Tools und Plugins für Firefox gibt, die von der großen Community entwickelt wurden. Diese machen das Leben in der virtuellen Stadt Malton noch einmal deutlich angenehmer.

Ein typisches Survivor-Charakterprofil mit einigen Skills

Ein typisches Survivor-Charakterprofil mit einigen Skills

Um teilzunehmen, surft man einfach zu www.urbandead.com und meldet sich dort an. Im Auswahlbildschirm gibt man seinem Charakter einen Namen (hier macht es Sinn, sich einen möglichst ordentlichen Namen (=Vor- und Zuname) zu geben und sich nicht etwa „zombiekiller666“ zu nennen. Die Community nimmt die Stadt Malton sehr ernst und es gibt viele Gruppen wie das Malton Police Department, Firefighter-Vereinigungen, Mall-Sicherheit, die versuchen, Recht und Ordnung aufrecht zu erhalten. Allerdings gibt es auch Gesetzlose, Verbrecher, Psychopathen, die es vor allem auf Lebende abgesehen haben und aus ihrer Ermordung vor möglichst vielen Zeugen ein Spektakel machen. Leute mit sinnfreien Namen sind beliebtes Opfer solcher „PKer“ (Player Killer).

Schließlich kann man seinem Charakter noch eine Beschreibung für sein menschliches und sein Zombie-Aussehen geben, das jeder lesen kann, der im Spiel auf das Profil klickt. Auch hier hat es sich bewährt, etwas Innovatives zu schreiben und das Profil auf jeden Fall auszufüllen; „A non-descript survivor“ ist ebenfalls gerne Ziel von PKer-Bestrafungen. Auch „A guy with a shotgun, wearing a black coat“ ist nicht gerade einfallsreich; man sollte sich schon eine kleine Geschichte zu seinem Charakter ausdenken. Zuletzt kann man seinem Charakter noch Kleidung auswählen (als Polizist steht natürlich diverse Polizeiausrüstung zur Verfügung, als Firefighter Feuerwehrmannkleidung, Ärzte bekommen weiße Kittel, Gesichtsmasken etc. angeboten), aber man kann seine Kleidung in anderen Gebäuden auch jederzeit wechseln. Da Urban Dead textbasiert ist, gibt es keine grafische Darstellung des Aussehens, aber die Kleidung ist im Charakterprofil für jeden Spieler einsehbar. Das meiste spielt sich in Malton ohnehin im Kopf ab. Stirbt man wiederholt, so wird die Kleidung mit der Zeit zerrissen und blutbefleckt.

"Samhain Slaughter" war ein großer PKer-Event zu Halloween 2008, an dem sich zahlreiche PKer-Gruppen beteiligt haben

"Samhain Slaughter" war ein großer PKer-Event zu Halloween 2008, an dem sich zahlreiche PKer-Gruppen beteiligt haben

Hat man seinen Charakter erstellt, erwacht man in der Stadt Malton in einem zufällig zugeteilten Stadtteil. Ab sofort kann man sich ganz einfach per Mausklick bewegen und Handlungen vollziehen wie Gebäude durchsuchen (nach Waffen, Munition, Erste Hilfe-Kästen etc.) oder was auch immer man sonst tun möchte. Aber nicht vergessen – jeder Klick kostet einen AP und nach 50 ist Schluß und man verfällt an Ort und Stelle in tiefen Schlaf, bis sich 1 Punkt nach 30 Minuten regeneriert hat. Auf offener Straße ist das in der Regel ein Todesurteil, weswegen jeder Tag in einem sicheren Gebäude enden sollte.

Die Stadt Malton

Malton ist eine riesige Stadt; sie besteht aus 100 Stadtteilen, die aus jeweils 100 Blocks (=betretbare Gebäude, Straßen, Plätze, Friedhöfe, Parks, Parkplätze etc.) bestehen. Hier gibt es alles, was es in einer echten Stadt auch gibt – riesige Einkaufszentren, die sich über mehrere Blocks erstrecken, Krankenhäuser, Polizeistationen, Feuerwachen, Museen, Fabriken, Lagerhäuser, Autowerkstatt, Hochhäusern, Hotels, Clubs, Bars, Banken, Kinos… es gibt sogar einen Zoo in Malton, der von der Spielergruppe „Malton Zoo Keepers“ betreut und bewacht wird.

Jedes Jahr im Frühling findet die "Mall Tour" statt - Zombies schließen sich zusammen und suchen nacheinander alle Malls der Stadt heim

Jedes Jahr im Frühling findet die "Mall Tour" statt - Zombies schließen sich zusammen und suchen nacheinander alle Malls der Stadt heim

Die Gebäude werden von den Spielern selbst verbarrikadiert, während Zombies versuchen, diese Barrikaden zu durchbrechen. Gebäude können mit Generatoren beleuchtet und mit Strom versorgt werden, was in einigen Gebäuden Vorteile bringt, zum Beispiel in Krankenhäusern, wo dadurch Chirgurgen besser operieren (=Spieler heilen) können.

In besonders dunklen Gebäuden ohne Fenster wie Banken, Kinos und Clubs verstecken sich vorzugsweise Verbrecher, weil dort durch die Dunkelheit die Trefferquote mit Schußwaffen extrem reduziert ist. Ein Kopfgeldjäger oder Polizist ist gezwungen, einen seltenen und schwer zu findenden Generator samt Treibstoff mit sich zu führen, beides auf AP-Kosten dort zu installieren, das Licht einzuschalten und kann den Übeltäter erst dann stellen. Allerdings ist man aus den gleichen Gründen in diesen Gebäuden als einfacher Überlebender niedrigen Levels auch besonders sicher vor Gesetzlosen, denn diese machen sich kaum die Mühe, einen wertvollen Generator zu vergeuden, nur um den Neuling zu töten. Generatoren werden sowohl von Gesetzesseite als auch von Verbrecherseite deswegen nur für besonders lohnenswerte Ziele geopfert. Der Hauptnutzen ist allerdings die Installation in Krankenhäusern und NecroTech-Gebäuden; die PKer und Gesetzeshüter stellen tatsächlich nur eine kleine Minderheit in der Bevölkerung von Malton dar; die meisten Leute sind damit beschäftigt, zu überleben, anderen Menschen zu helfen und die Stadt am Laufen zu halten.

NecroTech-Gebäude unterhalten Netzwerke, in denen alle Zombies in einem Stadtteil katalogisiert werden (Überlebende können es sich, entsprechende Skills vorausgesetzt, zur Aufgabe machen, mit DNA-Scannern alle Zombies, denen sie begegnen, zu scannen. Diese Informationen werden dann automatisch dem NT-Stützpunkt vor Ort überspielt und man kann sich an den Computern in diesen Gebäuden, Strom vorausgesetzt, auch einen Überblick über die Zombies in der Umgebung verschaffen). Auch findet man in diesen Gebäuden spezielle Spritzen, mit denen man für 10 AP Kosten einen Zombie wiederbeleben kann. Leute, die versehentlich sterben, weil sie etwa von einem Zombie gebissen werden, aus einem Fenster fallen oder ermordert werden, können sich an sogenannten „Revive Points“ einfinden, die entweder laut Konvention auf allen Friedhöfen sind oder speziell von Gruppen betreut werden, und dort auf Wiederbelebung warten. Die Sprache der Zombies ist stark eingeschränkt, aber wenn man einem Lebenden begegnet und „Mrh?“ zu diesem sagt, signalisiert dieses den Wunsch nach Wiederbelebung.

Ohne entsprechende Ausrüstung sollte man in Malton nicht auf die Straße gehen... aber Vorsicht: es gibt ein Tragelimit für Gegenstände!

Ohne entsprechende Ausrüstung sollte man in Malton nicht auf die Straße gehen... aber Vorsicht: es gibt ein Tragelimit für Gegenstände!

Nicht jeder Zombie möchte allerdings wiederbelebt werden; es ist auch eine beliebte Taktik, Zombies gegen ihren Willen wiederzubeleben, wenn diese gegen ein Gebäude anstürmen. Verhindern kann dieses ein ambitionierter Zombiespieler durch den Skill „Brain Rot„, der eine Wiederbelebung durch eine einfache Spritze unmöglich macht. Ein „Brain Rotter“ kann nur noch in einem beleuchteten NT-Gebäude wiederbelebt werden und davon sind nur wenige für Zombies überhaupt betretbar, weil sie verbarrikadiert sind.

Auch ist die Bewegung von Gebäude zu Gebäude für Überlebende nicht ohne weiteres möglich, denn das „Über-Verbarrikadieren“ ist ein chronisches Problem in Malton. Ledlich Gebäude, die maximal „Very strongy barricaded“ (VSB) sind, können von der Straße betreten werden. Gebäude die „Heavy barricaded“ oder sogar „Extremely heavy barricaded“ (die höchste Stufe, EHB) sind, können nur von einem Nachbargebäude aus betreten werden – und nur, wenn der Spieler über den „Free Running“-Skill verfügt. Das heißt, von einer Straße aus muß man immer ein VSB-Gebäude finden, um sich von diesem dann in einer Kette durch andere Gebäude vorzuarbeiten, wenn man in ein stärker geschütztes Haus möchte. Eigentlich ist es Politik, bestimmte Gebäude wie Krankenhäuser, Polizeistationen, Kirchen und Feuerwachen auf VSB zu lassen, um Neulingen eine Chance zu geben, aber oft werden diese Gebäude im Eifer des Gefechts zu hoch verbarrikadiert. Viele Stadtteile unterhalten auch gezielt „VSB-Entry Points“ wie unauffällige Schrottplätze, Hotels oder Museen, um Eintrittspunkte zu schaffen, die nicht sofort ins Visier von Zombiehorden fallen. Denn Zombies gehen natürlich bevorzugt auf „interessante“ Gebäude wie Krankenhäuser und Malls, da in der Regel darin besonders viele Überlebende sitzen.

Der Scout ist die einzige Klasse, die mit Free Running beginnt, alle anderen Klassen sind zu Beginn auf VSB-Gebäude angewiesen. Man muß sich, wenn man umherläuft, um nach Ausrüstung zu suchen, also merken, wo ein VSB-Gebäude war und genau auf seine AP achten, um es bis dort zurückzuschaffen, bevor man auf Null ist (aber Achtung: auch das Betreten eines Gebäudes kostet 1 AP und viele Neulinge sind schon vor der Tür eines Gebäudes stehengeblieben, weil sie dieses nicht bedacht haben und waren so leichte Beute für umherstreifende Zombies). Das Übernachten auf einer Straße oder nur das Verweilen im offenen Gelände für einige Stunden ist in der Regel ein Todesurteil, da Zombies auf solche leichtsinnigen Survivor angewiesen sind, da sie nicht in verbarrikadierte Gebäude kommen.

Zombies können Barrikaden einreißen, dieses ist für sie aber auch sehr kostspielig an AP, so daß nur ein Zombie-Mob eine Chance hat, ein stärker befestigtes Gebäude zu knacken. Selbst eine einfache verschlossene Tür ohne Barrikade stellt für Zombies ohne den „Memories of Life“-Skill ein unüberwindbares Hindernis dar, da er nicht mehr weiß, wie man eine Türklinke bedient.

Gruppen und Einzelkämpfer

Viele Spieler, sowohl Zombies, als auch „gute Spieler“ (Pro-Survivor, die sich um den Erhalt von Barrikaden, das Heilen von Verletzten kümmern) und PKer (Playerkiller, die aus unterschiedlichen Motiven ihre eigenen Interessen verfolgen und andere Spieler töten), sind in Gruppen organisiert. Der Beitritt zu Gruppen ist absolut freiwillig und es entstehen einem keine Nachteile daraus, sich nicht einer Gruppe anzuschließen, sondern alleine durch Malton zu laufen. Dieses unterscheidet Urban Dead ebenfalls von anderen Browsergames, wo es das Todesurteil bedeutet, sich keiner Allianz anzuschließen, da man dadurch automatisch zu Freiwild der Starken wird.

Rekrutierungs-Werbung der Gruppe "Malton Marshals"

Rekrutierungs-Werbung der Gruppe "Malton Marshals"

In Urban Dead gibt es viele Spieler ohne Gruppenzugehörigkeit und einige Spieler gehören insgeheim Gruppen an (zum Beispiel mein Kopfgeldjäger), machen dieses jedoch nicht in ihrem Profil publik, um auf diese Weise für seine Gruppe besser und unauffälliger Gebäude scouten und PKer aufspüren zu können oder um die Stärke der Gruppe zu verschleiern. Pro-Survivor-Gruppen helfen jedem, der in Not gerät, nicht nur ihren eigenen Leuten. Steht man verwundet in einem Gebäude, wird man mit großer Wahrscheinlichkeit bald von jemandem mit einem Erste Hilfe-Kasten versorgt.

Gruppen unterhalten in der Regel ihre eigenen Foren oder haben geschützte Bereiche in den zwei großen Urban-Dead-Foren, wo sie ihre Aktionen koordinieren.

PKer sind im übrigen absolut legitim, denn jeder Spieler hat das Recht, seine Figur in Malton so zu spielen, wie er/ sie möchte. Und in postapokalyptischen Szenarien ist es nunmal Standard, daß nicht alle Menschen sich im biblischen Sinne friedlich zusammenschließen, um sich zu helfen, sondern es gibt Gangs, die die Gesetzlosigkeit ausnutzen und plündernd, vergewaltigend und mordend durch die Straßen ziehen, es gibt Psychopathen, die angesichts der Zombies einfach durchdrehen und den Verstand verlieren, es gibt machtbesessene Organisationen, die die Terror-Herrschaft an sich reißen wollen – und so sind auch Spieler, die andere Spieler töten, legitimer Teil des Spiels und es ist eine akzeptable Art und Weise, einen Charakter zu gestalten.

Logo der Gruppe "Malton Forensics Unit"

Logo der Gruppe "Malton Forensics Unit"

Um ihnen entgegenzutreten, haben sich andere Spieler zu Gesetzeshütern erklärt oder sind freischaffende Kopfgeldjäger. Es gibt ein System, um Morde zu melden, es wird Kopfgeld auf notorische Verbrecher ausgesetzt und es gibt streng reglementierte Konventionen, wie solche Verbrechen zu ahnden sind. All dieses ist nicht im Spiel integriert, sondern geschieht im „Meta-Gaming“ (=Aktivitäten über das Spiel hinaus) in entsprechenden Foren und auf freiwillig geführten Seiten und Datenbanken. Verbrecher werden in die Rogues Gallery aufgenommen, man kann als einfacher Überlebender auch melden, wenn man einen Mord sieht oder einen Verbrecher in einem Gebäude entdeckt, und das wird dann von Freiwilligen in der Rogues Gallery aktualisiert.

Kopfgeldjäger und Cops nutzen diese Gallery, um Verbrecher gezielt zu jagen und zu stellen. Es hat sich eingebürgert, wenn man diese Verbrecher stellt (oder wenn man jemanden als PKer tötet), seinem Opfer zumindest die Ehre zu erweisen und einen sinnigen, witzigen, freundlichen oder zynischen Spruch um die Ohren zu hauen, bevor man den Todesstoß setzt, um das Rollenspiel-Element zu steigern. Zwischen vielen alt eingesessenen PKer und Ordnungshüter-Gruppen hat sich im Laufe der Jahre fast eine Art „Haßliebe“ entwickelt und man kennt und schätzt sich.

Mein Kopfgeldjäger stellt einen notorischen Verbrecher der Gruppe Spartans

Mein Kopfgeldjäger stellt einen notorischen Verbrecher der Gruppe "Spartans"

Mit all dem muß man sich aber nicht belasten, wenn man keine Lust hat – man kann das Spiel genau so spielen, wie man selber möchte. Wenn man als Arzt arbeiten möchte, kann man sich in Krankenhäusern aufhalten, dort für laufende Generatoren sorgen und Verletzte heilen, man kann sich als Necro-Tech-Wissenschaftler um Zombies kümmern, Revive Points pflegen und das Netzwerk mit Informationen füllen, man kann sich einen Stadtteil oder ein Gebäude suchen, das man zu „seinem“ Revier erklärt und dort die Barrikaden pflegen und für Hilfe und Ordnung sorgen, man kann sich einer Mall Security anschließen und in Malls für Ordnung sorgen und diese gegen Zombie-Attacken verteidigen… man kann sogar, wenn man will, den ganzen Tag in einer Kneipe herumhängen und nur ab und zu in den Straßen seine Runden drehen, einen Zombie erschießen und wieder in die Kneipe zurückkehren, ohne sich einen Hauch um den Rest der Stadt zu scheren, und und und. Die einzige Grenze ist die eigene Kreativität, wie man seinen Charakter gestaltet.

Der erste Tag in Malton

Die ersten 4 Level in Malton sind die schwierigsten, da man eine Menge Anfängerfehler macht und die Stadt und ihre Möglichkeiten auch erst kennenlernen muß. Das 50 AP-Maximum pro Tag wird hierbei ebenfalls häufig überschätzt, so daß viele Anfänger an ihrem ersten Tag in den Straßen stranden, kein Safe House mehr finden und am nächsten Morgen tot sind. Dieses schreckt viele neue Spieler ab und sie verlassen das Spiel wieder, obwohl ein Tod in Malton kein Todesurteil ist – wenn sie als Überlebende ihre ersten Schritte machen wollen, genügt es, sich als Zombie zu erheben und zum nächsten Friedhof zu gehen, wo man innerhalb weniger Stunden bis Tage wieder belebt wird.

Die Startwaffe der Klasse "Firefighter": Die Axt

Die Startwaffe der Klasse "Firefighter": Die Axt

Vor dem Losspielen lohnt es sich deshalb, das umfangreiche Urban Dead-Wiki zu besuchen und sich dort umzuschauen. Das Wiki wird sehr gut von der Community betreut, ist vollgepackt mit Infos rund um das Spiel, jeden Stadtteil, jedes Gebäude, jeden Gegenstand, jede Gruppe, und es gibt auch eine Sammlung mit Einsteiger-Hilfen und Tipps sowie „First Day in Malton“-Guides. Auch zum Aufleveln jeder einzelner Klasse finden sich ausführliche Strategie-Führer. Das UD-Wiki ist eine extrem nützliche und sehr gut zu lesende Quelle, so daß man jenseits seiner 50 AP in den ersten Tagen dort viel Zeit verbringen und sich mit dem Spiel beschäftigen kann.

Auch stellt sich dort jede Gruppe auf eigenen Seiten vor und bietet Links und Tipps zum Spiel und zum Beitritt. Jeder Spieler kann auch für seinen Charakter eigene Seiten erstellen und dort seine Biografie, Steckbrief und Abenteuer festhalten. Viele Spieler haben sehr ausgereifte Charaktere mit einer spannenden Hintergeschichte und ihre Biografien lesen sich wie Zombie-Kurzgeschichten. Zudem haben viele Leute mehr als einen Charakter in Malton (zum Beispiel einen Zombie und einen Überlebenden, einen PKer und einen Pro-Survivor etc.), um möglichst viel vom Spiel zu sehen. Das ist legal, allerdings müssen sich die eigenen Charaktere mindestens 2 Stadtteile voneinander entfernt aufhalten, da sonst automatische Schutzmechanismen greifen (zum Beispiel sinkt die Treffer- und Finde-Quote auf Null, wenn die beiden einander zu nahe sind), um Mißbrauch auszuschließen.

Bevor man losläuft – ab ins Wiki und die „First Day in Malton-Guides“ lesen!

Tools und Hilfen für ein besseres Leben in Malton

Die Community ist sehr rege und entwickelt viele hilfreiche Werkzeuge, um die Erfahrung in Malton noch schöner, praktikabler und einfacher zu gestalten.

Die PKer-Vereinigung „Red Rums“ stellt eine Karte von Malton zur Verfügung, in der alle Stadtteile mit allen Gebäuden aufgeführt sind, was die Bewegung vor Ort natürlich ungemein erleichert; ich habe immer die Karte auf, wenn ich umherziehe oder bestimmte Orte suche. Zum Beispiel findet man Erste Hilfe-Pakete vorzugsweise in Krankenhäusern (oder Drugstores der Mall), Waffen in Waffengeschäften oder Polizeistationen, Generatoren in Fabriken, Treibstoff in Autowerkstätten, so daß man oft gezielt einen Ort aufsuchen muß, um sich mit Nachschub zu versorgen. Die Red Rum-Karte erlaubt es auch, gezielt nach Orten zu suchen, zum Beispiel, wenn man sich mit einem Freund treffen möchte und dieser einem sagt, daß er in der St. Arnolds Church in Pashenton ist.

Die "klassische" Ansicht der Umgebung ohne UDToolbar

Die "klassische" Ansicht der Umgebung ohne UDToolbar

Ein für Firefox quasi unverzichtbares und wirklich schönes Tool ist die UD Toolbar. Diese installiert eine Toolbar in der Browserleiste, mit der man jederzeit auf seinen Charakter klicken kann, mit der man bequem das Wiki aufruft, die Red Rum-Map öffnen kann und in die beiden wichtigen Foren kommt. Außerdem erhält man eine sehr liebevoll gemachte, detaillierte grafische Darstellung der Stadt Malton anstelle der „klassischen“, eher häßlichen Kästchen, die normalerweise die Gebäude darstellen. Wenn man das Spiel mit installierter Toolbar aufruft, hat man ab sofort jedes Gebäude in einer 3D-Darstellung, die Straßen, Parks, Denkmäler und Friedhöfe sind entsprechend eingezeichnet und man findet sich deutlich schneller und besser zurecht. Zudem sieht man auf einen Blick Zombies und Menschen in allen 9 Blocks um die eigene Position herum, wenn man sich auf einer Straße befindet. Auf Wunsch kann auch das Waffen- und Gegenstandsinventar grafisch dargestellt werden sowie die aktuellen Health Points (man beginnt mit 50, kann diese mit dem Skill „Body Building“ aber auf 60 steigern), verbleibenden AP und bisherigen XP grafisch anzeigen lassen. Dieses Tool ist quasi unverzichtbar und erleichtert die Navigation in Malton enorm.

Für Kopfgeldjäger, PKer und Cops, die sich diesem Teil des Spiels verschrieben haben, ist das UDTool eine wichtige Hilfe. Mit diesem Tool ist es möglich, sich Listen zu laden und die auf diesen Listen geführten Charaktere in verschiedenen Farben anzeigen zu lassen. In der Rogues Gallery wird eine ständig aktualisierte Liste aller steckbrieflich gesuchten PKer geführt, die man sich herunterladen und in UDTool speichern kann. Ab sofort erscheint dann jeder in der Liste gespeicherte Name in rot, wenn man ein Gebäude betritt. So sind PKer sofort optisch zu erkennen – eine

Malton und das grafische Inventar mit UDToolbar

Malton und das grafische Inventar mit UDToolbar

große Hilfe auch für „normale“ Spieler, um versehentliches Übernachten mit notorischen Psychopathen in einem Gebäude zu vermeiden.

Ebenfalls nett ist auch UDBrain, das mit einer Datenbank verbunden ist, die von allen Spielern mit UDBrain automatisch und ohne ihr Zutun gefüllt wird. UDBrain meldet beim Betreten eines neuen Gebäudes automatisch den Barrikadestatus an die Datenbank, so daß man, wenn man durch die Straßen läuft, den Barrikadestatus aller 9 Blocks um sich herum erkennt, ohne das Feld erst betreten zu müssen. Ist man auf der Suche nach einem VSB-Entry Point, spart das enorm viele AP.

Keines dieser Tools ist ein Muß und es ist jedem Spieler selbst überlassen, wie weit er sich in das Spiel vertiefen möchte, aber zumindest die UD Toolbar empfehle ich wirklich jedem – ihr optischer Effekt steigert ganz einfach das Spielerlebnis deutlich!

Das meiner Meinung nach wichtigste gruppenübergreifende Forum ist das Brainstock-Forum. Hier gibt es „Hilfe“-Threads für Anfänger, hier wird die Rogues-Gallery geführt, hier kann man melden, wenn man flüchtige Verbrecher sieht, wenn man Zeuge eines Verbrechens wird oder wenn man ein Kopfgeld eingetrieben hat und dieses einfordert. Auch gibt es allgemeine Diskussionen rund um das Spiel und eigentlich alle prominenten Spieler und Gruppen sind hier aktiv.

Daneben gibt es noch sehr große PKer-, Zombie- und Pro-Survivor-Foren, die ebenfalls öffentlich zugängliche Bereiche haben und in denen in der Regel eigentlich ein sehr freundschaftlicher und kooperativer Umgangston herrscht, denn die Community kann schon sehr gut unterscheiden zwischen einem Spieler und der Rolle, die er spielt. Es herrscht keine Verbitterung oder böses Blut gegenüber Pkern oder Zombies, sondern man tauscht sich und seine Strategien und sogar seine Motive („Why do you kill? Your motiviation“) in langen Threads aus.

Skills und Aufleveln

Viele Aktivitäten in Malton geben Erfahrungspunkte (XP). Für Lebende ist dieses vor allem das Töten von Zombies, jeder Treffer gibt so viele XP, wie er Schaden verursacht hat (abhängig von den eigenen Fähigkeiten im Umgang mit diversen Waffen). Das Töten anderer Lebende gibt nur die Hälfte der Punkte die das Töten eines Zombies bringt.

Aber auch andere Aktivitäten helfen beim Aufleveln – man kann Bücher lesen (vor allem in Büchereien), Barrikaden errichten, Verwundete heilen, DNA scannen, Zombies wiederbeleben. Zombies ihrerseits sind etwas eingeschränkter im Aufleveln, sie sind auf das Verwunden und Töten von Lebenden (oder im Notfall auch anderer Zombies) angewiesen.

Die Klasse "Cop" startet mit einer Flak Jacket, einer Pistole und einem Radioempfänger

Die Klasse "Cop" startet mit einer Flak Jacket, einer Pistole und einem Radioempfänger

Je nach Klasse kosten neue Skills einen gewissen Satz an XP. Als Cop kann man sich beispielsweise für 100 XP je einen neuen Skill kaufen, für Military und Scientists schwanken diese „Preise“. Jeder neue Skill sorgt für einen Levelaufstieg. Es gibt 21 Survivor-Skills (alle Skills können von allen Klassen erlernt werden; die Klassen bestimmen nur den „Anfangsskill“ und den Preis für neue Skills) und 21 Zombie-Skills. Als Survivor gesparte XP können auch für Zombie-Skills ausgegeben werden, wenn man stirbt und umgekehrt.

Auch helfen gewisse Ausrüstungsgegenstände wie Schutzwesten, die einen Schadenspunkt absorbieren. Diese müssen, wenn sie nicht zur Startausrüstung gehören, in entsprechenden Gebäuden gesucht werden.

Suchen, Barrikadieren, Schießen haben keine 100%ige Chance, daß es auch gelingt. Die Trefferwahrscheinlichkeit ist abhängig von Lichtverhältnissen und persönlichen Skills, zum Beispiel im Umgang mit Schuß- oder Hiebwaffen (wie einer Axt). Jeder Versuch kostet einen AP, aber häufig wird man die Meldung erhalten „You search and find nothing“ oder „You miss“.

Alle Details über Skills, ihre Auswirkungen und möglichst sinnvolles Aufleveln ist ebenfalls ausführlich im UD-Wiki dargestellt.

Die meisten Spieler spielen bis Level 41; das letzte Level, „Brain Rot“, liefert ein Zombie-Skill, der das Wiederbeleben deutlich erschwert. Es wird daher nur von Spielern gekauft, die sich sicher sind, daß sie mit diesem Charakter ein Zombie bleiben wollen. Da man seinen Charakter im Laufe der Zeit weiterentwickelt, neue Leute trifft und neue Ideen bekommt, ist es hinderlich, wenn man sich selbst die Wiederbelebung erschwert, da es unvermeidlich ist, daß man in Malton stirbt.

Kopfgeldjäger sind beliebte Ziele von PKern, Zombies töten jeden und zu schnell geschieht es, daß man versehentlich auf der Straße strandet oder sich morgens einloggt und erstaunt feststellt, daß in der Nacht das Haus überrannt wurde. Sterben gehört einfach zum Spiel dazu und sollte einen auch nicht weiter aufregen. Entweder, man genießt das Spiel dann eine Weile als Zombie oder kümmert sich schnell um seine Wiederbelebung. Eine Auflistung aktiver, betreuter Revive Points pro Stadtteil ist ebenfalls dem Wiki zu entnehmen.

Und sonst?

Urban Dead ist absolut kostenlos. Das behaupten Travian und Co. auch, aber dort ist es zum Beispiel so, daß man sich mit Geld Vorteile erkaufen kann gegenüber Spielern, die kein Geld dafür ausgeben. So haben natürlich alle Top-Accounts „Gold-Accounts“ und können so ihre Bauzeiten etc. verkürzen und sich schneller vergrößern. Bei Urban Dead ist es anders – es gibt keine Vorteile im Gameplay.

In vielen Stadtteilen gibt es Mobilfunkmasten und sogar Radiostationen

In vielen Stadtteilen gibt es Mobilfunkmasten und sogar Radiostationen

Urban Dead wird von dem britischen Programmierer Kevan Davis als Hobbyprojekt entwickelt und betreut. Im Laufe der Zeit spielten es über 1 Millionen Spieler, von denen naturgemäß viele auch wieder verschwunden sind. Aktuell (Stand: Februar 2009) gibt es 27.111 aktive Charaktere. Davon sind 13.884 Survivors und 7982 Zombies; diese Zahlen schwanken stark hin und her. Es liegen zur Zeit 3445 Tote in den Straßen, das sind Spieler, die getötet wurden, sich aber noch nicht als Zombies erhoben haben (dieses muß man mit einer Aktion tun). Zur Zeit sind 1800 Zombies wiederbelebt worden und warten darauf, daß ihre Spieler sich einloggen und als Survivors aufstehen. Ach ja, aktuell sind 75 Weihnachtsbäume in diversen Gebäuden aufgestellt worden. Ja, man kann seine Umgebung dekorieren. Man kann Gegenstände, z.B. aus Museen entwenden und dekorativ irgendwo platzieren. Man kann auch Grafittis an die Häuserwände sprühen; viele davon sind sinnvoll und weisen z.B. auf Revive Points hin oder wo sich VSB-Entry Points befinden. Zur aktuellen Gamestatistik.

Die Server für Rogues Gallery, die Foren, das Wiki etc. finanzieren sich ausschließlich privat durch ambitionierte Spieler. Zudem kann man an Kevan Davis per Paypal Geld überweisen, um für den Urban Dead Server zu spenden, der aufgrund des hohen Traffics eines Browsergames natürlich entsprechend ins Geld geht. Das ist nicht verpflichtend, aber wenn man mindestens 5 Dollar spendet, bekommt man für einen Charakter nach Wunsch das IP-Hit-Limit von 160 auf 320 hochgesetzt, das heißt, man kann öfter refreshen. Es ist in der Regel aber nicht nötig, denn mit 160 erlaubten Klicks kann man sehr gut 2 Charaktere verwalten. Eine Spende hat keinen Einfluß auf das 50 AP-pro-Tag-Limit, das ist durch nichts zu erhöhen. Insofern ist die Spende auch nicht von besonderem „praktischen“ Nutzen und man erhält dadurch keinen wahnsinnigen Vorteil. Ich habe bislang nicht einmal meine 160-Klicks erreicht, trotz 2 aktiver Charaktere, und habe für beide einfach deswegen gespendet, weil ich das Spiel mag und mich deshalb gerne an den Serverkosten beteilige.

Meine beiden aktiven Charaktere sind Jimaine Dunwich, Cop und Bounty Hunter (mein Hauptcharakter) und Skip Siqqusim, Zombie und ehemaliger Private der Nationalgarde. Ich habe beiden eine Wiki-Userseite gebastelt, von wo aus man auch das Urban Dead-Spielerprofil der beiden anklicken kann. Wer Lust auf das Spiel bekommen hat oder es schon spielt, kann meine Profile gerne zu seinen Contacts hinzufügen und mich grüßen, sollten wir uns  mal in einem Gebäude oder in den Straßen begegnen 😉

Fazit

Urban Dead ist ein Browserspiel, das alles richtig macht – vor allem durch die Tatsache, daß es einen eingebauten Sucht-Schutz durch das 50-Aktionen-pro-Tag-Limit hat.

Die Stadt Malton zu durchwandern, sich seinen eigenen Charakter zu entwerfen und sich eine Aufgabe zu suchen, macht einfach Spaß. Das Spiel funktioniert nach dem Prinzip „alles kann, nichts muß“ und es bleibt einem absolut selbst überlassen, wie tief man sich auf das Meta-Gaming einlassen möchte. Es ist absolut möglich, als Einzelgänger 10 Minuten pro Tag seine privaten Malton-Abenteuer zu erleben und sich dann wieder seinem Real Life zu widmen, oder aber sich einer der aktiven Gruppen anzuschließen und mit dieser rund um die Uhr im IRC und Privatforum Pläne zu schmieden.

Im Gegensatz zu anderen Browsergames gibt es keinerlei Nachteile, wenn man sich keiner Gruppe anschließt und sich an nichts beteiligt, was außerhalb des Spiels selbst stattfindet – selbst dann macht das Spiel Spaß und bietet eine Herausforderung.

Werbung für die Mall Tour'09

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Durch die textbasierte Darstellung bleibt vieles der Phantasie überlassen und man muß schon ein gewisses Ausmaß an eigener Kreativität mitbringen, um für sich das beste aus Malton herauszuholen und seinem Leben dort einen ganz eigenen, individuellen Sinn zu geben. Seine Aufgabe muß man sich selbst suchen, aber es gibt unzählige Weisen, dieses Spiel zu spielen. Langweilig wird es auf jeden Fall nie…

Ich kann Urban Dead jedem Zombiefan uneingeschränkt empfehlen. Hardcore-Fans von Browsergames könnten sich durch das 50-AP-Limit gestört fühlen, weil sie lieber den ganzen Tag klicken wollen, aber wer sich schon einmal an Travian die Finger verbrannt hat, wird mit Malton sicher glücklich werden, denn hier gibt es ein Browsergame ohne Suchtgefahr und ohne zeitfressende Zwangsverpflichtungen, Tag und Nacht seinen Account zu bewachen.

Grafisch ist das Layout des Spiels etwas häßlich, vor allem die Darstellung der Stadt, weswegen ich einen halben Punkt für das Standardspiel ohne Plug-ins abziehe. Aber mit installierter UD Toolbar, die ich wirklich jedem Firefox-User bedingungslos empfehle (ja, es lohnt sich sogar der Umstieg auf Firefox, zumindest für dieses Spiel, nur wegen dieses Tools!), wird Malton auch optisch ein Erlebnis und verdient seine 5 Brainz.

Meine Bewertung:

Bewertung 4.5

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12 Antworten to “Urban Dead – willkommen in der Stadt Malton!”

  1. hi everybody

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    hopefully this is just what im looking for looks like i have a lot to read and then a lot to wright

  2. Pemie Noller Says:

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